Schmetterlinge im Bauch - Was ist dran am Mythos Frühlingsgefühle?

Hormone spielen als Ursache von Frühlingsgefühlen eine wichtige Rolle. Allerdings wird zu Unrecht behauptet, dass vor allem die Sexualhormone für das Bauchkribbeln verantwortlich sind.

Testosteron hat beim Mann einen jahreszeitlichen Rhythmus. Im Frühling und Sommer wird mehr davon produziert als zu den übrigen Jahreszeiten. Das Hormon ist aber auch für die Psyche wichtig.

Ist der Testosteronspiegel erhöht, fühlt „Mann“ sich einfach wohler. Bei Frauen gibt es solche ausgeprägten Rhythmen dagegen nicht. Und obwohl die Sexualhormone auf den Plan gerufen werden, wenn im Frühjahr wieder mehr Haut zu sehen ist, haben andere Hormone einen viel größeren Einfluss auf das gesteigerte Wohlbefinden.

Im Winter produziert der Körper vor allem Melatonin. Das Hormon kann nur im Dunkeln gebildet werden und steuert den Tag-Nacht-Rhythmus des menschlichen Körpers. Es ist zuständig für einen gesunden Schlaf und sorgt dafür, dass man in der dunklen Jahreszeit oft antriebsloser ist. Mit den ersten Sonnenstrahlen reduziert der Körper die Melatonin-Produktion wieder. Dafür wird Adrenalin ausgeschüttet und die Produktion der Gute-Laune-Hormone Serotonin und Dopamin gefördert.

Serotonin steigert das Wohlbefinden und Glücksgefühle, Dopamin treibt den Puls an und sorgt für das Herzklopfen. Diese Hormonkombinationen sorgen dafür, dass Menschen sich im Frühling wacher, frischer und glücklicher fühlen und ein Stimmungshoch entsteht, das der Verliebtheit sehr ähnlich ist.